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Dr. Gerlies Bock
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INSTITUT ADRESSE |
Gerlies Bock (geb. 1976) studierte Humanmedizin an der Karl-Franzens-Universität Graz und arbeitete bereits vor der Promotion zum Dr. med. an Glukose und Insulin Clamps in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. T. R. Pieber, wo sie sich, nach Abschluss des Studiums, als wissenschaftliche Mitarbeiterin weiter mit der Pharmokodynamik und -kinetik neuer Insulinanaloga sowie deren Wirkung auf die endogene Glukoseproduktion beschäftigte. 2005 unterbrach sie ihre Facharztausbildung für ein zweijähriges, durch die Amerikanische Diabetes Gesellschaft (ADA) gefördertes Post-Doc Research Fellowship in der Gruppe von Prof. Dr. R. A. Rizza an der Abteilung für Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel an der Mayo Clinic (Rochester/USA). Dabei erforschte sie Pathomechanismen, die zur Entstehung des Prädiabetes mit Veränderungen im Bereich der Insulinsekretion (Betazelle) sowie der Insulinwirkung (Insulinsensitivität) führen, sowie Wirkmechanismen von Inkretinen und deren metabolischen Effekten bei Patienten mit Prädiabetes.
Nach der Rückkehr an die MUG setzte sie die Facharztausbildung fort und vertiefte sich vor allem in die Betreuung des Diabetes mellitus Typ 1 (T1D), sowie Schwangerschaftsdiabetes im Rahmen ihrer
klinischen Tätigkeit an der Diabetesambulanz der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel. Desweiteren konzentriert sie sich in ihrer Forschungstätigkeit auf die Pathogenese des Diabetes mellitus Typ 1. Die Inzidenz von T1D ist weltweit, sowie auch in Österreich am Steigen. Alarmiert
durch diesen Anstieg der Neuerkrankungen wurde an der MUG unter der Leitung von Prof. Dr. T.R. Pieber in Kooperation mit der Europäischen Diabetesgesellschaft (EASD) das Austrian Diabetes Prevention Programme (ADPP, www.adpp.at) initiiert.
In den letzten Jahren wurde zunehmend klar, dass vor allem Umwelteinflüsse zu dieser Zunahme von T1D beitragen müssen. Als Ursachen werden eine zu kalorienreiche Ernährung, Veränderungen in der Zusammensetzung der Nahrung, sowie ein gehäuft auftretender Vitamin D Mangel angesehen. Aufgrund der äußeren Lebensumstände mit stark eingeschränktem Aufenthalt im Freien findet sich bei nahezu der Hälfte der Weltbevölkerung ein ungenügender Vitamin D Spiegel. Dieser Vitamin D Mangel ist aber ein Risikofaktor für das Auftreten von T1D, da ein Vitamin D Mangel offensichtlich zu einer Fehlsteuerung des Immunsystems führen kann. In einer bereits abgeschlossenen Untersuchung bei Gesunden konnte eine Verbesserung jener Funktionen des Immunsystems gefunden werden, die möglicherweise vor dem Auftreten des Typ 1 Diabetes schützen können. Nun wurde ein Forschungsprojekt durch Dr. Bock gestartet, in dem die Effekte einer sofortigen Vitamin D Gabe bei Neuerkrankten mit T1D untersucht werden. Im Rahmen des ADPP werden weitere Projekte zur Erforschung von Betazellantigenen sowie Interventionen zur Immunmodulation geplant.




