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Univ.-Prof. Dr. Rudolf Stauber



 
 
 

INSTITUT
Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie
Univ.-Klinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz

ADRESSE
Auenbruggerplatz 15, 8010 Graz
T +43 (0)316 | 385 - 80268
F +43 (0)316 | 385 - 17108
rudolf.stauber@medunigraz.at

PUBLIKATIONEN:
- PubMed.gov
SCIENCE SOCIAL NETWORK:
- BiomedExperts

Geboren 1961 in Leoben, Matura Steyr 1979. Medizinstudium Graz 1979-1984. 1984-1985 Stipendiat am Institut für Klinische Pharmakologie, Universität Bern. 1985-1988 und 1990-1991 Facharztausbildung an der Med. Univ.-Klinik, Karl-Franzens Universität Graz. 1988-1990 Research Fellow an der Division of Gastroenterology and Hepatology, University of Pittsburgh, PA (Max Kade Stipendium). 1991 Facharzt für Innere Medizin. 1994 Habilitation Innere Medizin. 1997 Zusatzfacharzt Gastroenterologie und Hepatologie. 2004 Zusatzfacharzt Intensivmedizin. Seit 1992 Leiter der Leberambulanz und stationsführender Oberarzt an der Univ.-Klinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz. Seit 2002 Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Universität Graz. Seit 2010 Leiter der Forschungseinheit Leberversagen an der Medizinischen Universität Graz.

Rudolf Stauber beschäftigte sich zunächst mit experimenteller portaler Hypertension. Während seines Auslandsaufenthalts in Pittsburgh charakterisierte er das Tiermodell der partiell pfortaderligierten Ratte und nach seiner Rückkehr nach Graz untersuchte er an diesem Modell zusammen mit Akos Heinemann die Reaktivität von Mesenterialgefäßen in vitro und in vivo.

Danach fokussierte Rudolf Stauber auf klinische Forschung auf dem Gebiet des chronischen Leberversagens, und zwar hinsichtlich Pathogenese, Prognose und Therapie. Eine zentrale pathogenetische Rolle könnte die irreversible oxidative Schädigung von Albumin (human nonmercaptalbumin-2, HNA2) und die damit verbundene Albumindysfunktion spielen. Ein Patent für HNA2 als Biomarker für chronisches Leberversagen wurde beim Europäischen Patentamt kürzlich angemeldet. Zur Abschätzung der Prognose des chronischen Leberversagens wurden bisher einfache Scores, welche auf Routinelaborparametern basieren, wie der MELD (Model for End-Stage Liver Disease) Score, aber auch aufwändige Clearance-Methoden wie die Indocyanin-Grün (ICG) Plasma-Verschwindungsrate verwendet. In einer Vergleichsstudie konnten Stauber et al. zeigen, dass der MELD Score das Überleben besser als die ICG-Clearance vorhersagen kann. Zur Therapie des chronischen bzw. akut-auf-chronischen Leberversagens wurden in den letzten Jahren vermehrt künstliche Leberunterstützungssysteme wie MARS oder Prometheus („Leberdialyse“) propagiert. In mehreren Arbeiten der Grazer Leberdialyse-Studiengruppe wurden beide Systeme hinsichtlich ihrer Entgiftungskapazität für Bilirubin, Gallensäuren und Zytokine charakterisiert. Rezente internationale Studien konnten jedoch keinen Überlebensvorteil durch MARS bzw. Prometheus belegen. Ein möglicher Grund hiefür ist das hohe Ausmaß der oxidativen Schädigung von Albumin beim Leberversagen (siehe oben), welche weder durch MARS noch durch Prometheus korrigiert wird; dies führte zur Entwicklung eines neuen Konzepts mit Elimination des oxidativ geschädigten Albumins.

Weitere Interessengebiete von Rudolf Stauber sind klinisch-pathologische Korrelation beim alkoholischem Leberschaden (Kooperation mit Prof. Carolin Lackner, Institut für Pathologie im Hause), nichtinvasive Diagnostik der Leberfibrose mittels Ultraschall-Elastografie bzw. MR-Elastografie (Kooperation mit Prof. Rudolf Stollberger, TU Graz) sowie pulmonale Komplikationen der Leberzirrhose wie hepatopulmonales Syndrom und portopulmonale Hypertonie (Kooperation mit Prof. Horst Olschewski, Klinische Abteilung für Pulmonologie im Hause). Internationale Kooperationen auf dem Gebiet des Leberversagens pflegt er mit Prof. Rajiv Jalan, University College London Institute of Hepatology, sowie im Rahmen des Chronic Liver Failure (CLIF) Konsortiums der Europäischen Lebergesellschaft EASL.