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Die Steiermark bietet höchst entwickelte Ingenieurs- und Biowissenschaften mit drei strategischen Korridoren:
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Zwischen Wissenschaft & Wirtschaft: Das Gute liegt oft nah
Unternehmer und Wissenschaftler stellen Kooperations-Projekte vor
© HTS
Im Rahmen der „Executive Lounge“ des steirischen Humantechnologie-Clusters gaben Unternehmer und Wissenschafter exklusive Einblicke in die neuesten Entwicklungen im strategischen Korridor „Pharmazeutischen Verfahrens-, Prozess- und Produktionstechnologie“. Mit dem K2-Kompetenzzentrum ACIB Austrian Centre of Industrial Biotechnology und dem K1-Zentrum RCPE Research Center Pharmaceutical Engineering sind zwei wesentliche Player in der Steiermark angesiedelt. An beiden Zentren sind Unternehmen beteiligt und in Projekten involviert. Die aktuellsten Entwicklungen wurden nun im Rahmen der „Executive Lounge“ vorgestellt und diskutiert.
Thomas Klein, kaufmännischer Geschäftsführer des RCPE, erklärte die mit Zeta entwickelte Freeze&Thaw-Container-Technologie zum „iPhone“ der Branche, für das man nun gemeinsam „die Apps entwickelt“. Karl-Franz Maier, geschäftsführender Gesellschafter der Zeta, auf die Frage, warum man solche Projekte abseits des Anlagenbaus gemeinsam mit Forschungsorganisationen wie dem RCPE verfolge: „Innovation ist unser Kerngeschäft – wir sind nicht ‚nur’ Anlagenbauer“.
Georg Gübitz, Professor an der TU Graz wiederum erklärte die Vorteile von so genannten „Cornet-Projekten“: Hohe Zuteilungsquote, Teilnehmer aus mindestens zwei bis drei Ländern, die beteiligten Cluster bringen Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Zur besseren Dissemination des generierten Wissens fungiert auch immer ein Cluster – im konkreten Fall der Humantechnologie-Cluster – als nationaler Konsortialführer.
Helmut Schwab, Professor an der TU Graz, wies auch auf die Wichtigkeit der Grundlagenforschung hin – und auf das Fehlen von Geldern dafür (um z.B. eigene FFG-Projekte einreichen und abwickeln zu können) im Basisbudget der heimischen Universitäten.
Thomas Purkarthofer, Leiter Business Development von VTU Technology, erläuterte den Unternehmens-Aspekt des aus der ACIB-Kooperation hervorgegangenen Pichia-Patents. ACIB-Geschäftsführer Mathias Drexler erläuterte die grundlegenden Vorteile von Multi-Firm-Projekten und das Know-how, das sich dazu in seinem K2-Zentrum entwickelt hat. Unternehmen in Konsortien teilen sich Kosten, konkurrierende Unternehmen sind durch klare IPR-Regelungen bei der Verwertung des Wissens abgesichert.
Georg Klima, Leiter Process Science Austria bei Boehringer Ingelheim Biopharmaceuticals, erzählte, dass eine Forschungs-Kooperation wie mit dem ACIB auch „der Betriebsblindheit vorbeugt“ und man dadurch „Kosten und Risiko streuen“ könne. Und man schätze das Unternehmen VTU als verlässlichen Partner: „Man muss nicht in die USA gehen, wenn das Gute so nah liegt!“
Unter der Moderation des Korridor-Verantwortlichen des Humantechnologie-Clusters, Mag. DI Bernhard Rabl, diskutierten am Podium:
o.Univ.-Prof. DI Dr. Georg Gübitz, Stv. Institutsleiter, Institut für Umweltbiotechnologie, Technische Universität Graz
Mag. DI Dr. Thomas K. Klein, Kaufmännischer Geschäftsführer, Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH
Mag. Dr. Karl-Franz Maier, Geschäftsführender Gesellschafter, zeta Holding GmbH
DI Dr. Mathias Drexler, Geschäftsführer, Austrian Center of Industrial Biotechnology GmbH
Univ.-Prof. DI Dr. Helmut Schwab, Institutsleiter, Institut für Molekulare Biotechnologie, Technische Universität Graz
DI Dr. Thomas Purkarthofer, Leiter Geschäftsfeld Proteintechnologie, VTU Technology GmbH
DI Georg Klima, Leitung Process Science Austria, Boehringer Ingelheim Biopharmaceuticals



