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ZWT Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin

MED CAMPUS GRAZ - ZWT, Zugang 1, Riegler Riewe Architekten

Das ZWT ist Teil des neu zu errichtenden MED CAMPUS in Graz und das 33. Impulszentrum in der Steiermark. Es ist zugleich das erste österreichische Technologie- und Forschungszentrum, das baulich und organisatorisch vollständig in einen Universitätscampus integriert ist. Errichter und Betreiber des ZWT ist eine eigens gegründete Gesellschaft, die sich im Besitz der Innofinanz, einem Tochterunternehmen der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG und der Medizinischen Universität Graz befindet.



6.000 m2 für Wirtschaft und Wissenschaft

Auf einer Fläche von rund 6.000 m2 Nutzfläche (NF) – 5.000 m2 oberirdisch, 1.000 m2 unter der Erde – sollen im ZWT Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht werden, die vor allem im Bereich Life-Sciences angesiedelt sind. Insbesondere Spin Offs aus der Med Uni Graz, aber auch bestehende Unternehmen sowie Headquarters und Kompetenzzentren internationaler Betriebe im Bereich der Bio- und Humantechnologie sind als Mieter vorgesehen. Gerade Mitgliedsbetriebe aus dem Humantechnologie-Cluster, aber auch Forschungszentren internationaler Konzerne haben bereits ein Auge auf das ZWT geworfen. Die neuen Flächen für die Wirtschaft bieten optimale Voraussetzungen für zukunftsträchtiges Arbeiten: bis zu 40 % sind für Laborflächen mit adaptierbarer Grundausstattung vorgesehen, rund 60 % bilden Büroflächen, Besprechungsräume und bei Bedarf auch Schulungsflächen, z. B. zum Training an neuen medizinischtechnischen Geräten. Neben der Wirtschaft findet aber auch die Wissenschaft im neuen Zentrum Platz. Das analytische Forschungslabor für Hygiene, das Labor für genetische Untersuchungen und die Biobank Graz, die als eines der Leitprojekte der „Medical Science City Graz“ gilt, werden im ZWT situiert sein.





250 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze

Durch die Ansiedelung von Hightech-Betrieben und universitären Spin Offs werden am ZWT hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Das fachliche Spektrum reicht von Medizinern und Laborkräften über Statistiker bis hin zu Technikern. Insgesamt werden rd. 250 Menschen im ZWT arbeiten.


Heimat für Europas größte Biobank

Eines der Herzstücke des neuen ZWT wird die Biobank Graz: Biologische Proben sind derzeit für die medizinische Forschung so wertvoll, dass es für ihre Lagerung künftig eigene Banken geben wird. Die größte Europas ist bereits jetzt in Graz angesiedelt und soll nach der Fertigstellung ins ZWT übersiedeln. In der Grazer Biobank lagern derzeit 4,5 Millionen Gewebeproben – in einer Art Hightech-Kühlschrank, in dem biologisches Material in flüssigem Stickstoff gelagert wird. Jede Probe ist auch mit medizinischen Daten versehen – wie z. B. Diagnose, Medikation, Krankheitsverlauf. Die Proben sind Grundlage für viele Forschungszweige.



Teil des neuen MED CAMPUS

Das neue Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin ist Teil des MED CAMPUS Graz, der in den nächsten fünf Jahren in Graz-Ries entstehen wird und den ganzen Stadtteil weiter aufwertet. Errichter ist der Bund, das Gesamt-Investment beträgt 320 Millionen Euro. 4,3 Hektar umfasst das Gelände hinter dem LKH, auf dem künftig alle Bereiche der Forschung und Lehre der Med Uni Graz unter einem Dach zusammengefasst sind. Am MED CAMPUS sind Lehrflächen für Studierende der Human-, Zahnmedizin- und Gesundheits- und Pflegewissenschaft vorgesehen. Der Veranstaltungsraum sowie die Kommunikations- und Freiflächen bieten 4.300 Studierenden Platz, zur Infrastruktur gehören neben Lehr- und Forschungsräumlichkeiten auch eine Mensa, Cafés und ein Kindergarten. Auf dem MED CAMPUS werden 840 MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz finden, die zu errichtende Gesamtnutzfläche beträgt 38.000 m2 (ohne ZWT).


Steirer gewinnen Architektenwettbewerb Sommer 2010

Der Beginn der Bauarbeiten für das ZWT und den neuen MED CAMPUS ist für April 2012 vorgesehen. Wie dieser neue Stadtteil aussehen wird, weiß man seit Sommer 2010: Das Grazer Architekturbüro Riegler/Riewe hat den internationalen Architekten-Wettbewerb gegen 56 Mitbewerber gewonnen – laut Jury ein „architektonisch anspruchsvolles Projekt mit hochgradiger Vernetzung aller Nutzungsbereiche.“ Fest steht jedenfalls: Das ZWT soll als erster Teil des gesamten MED CAMPUS bis Ende 2013 fertiggestellt sein. Mit dem Bau des ZWT und des MED CAMPUS einher geht übrigens auch die Stadtteilentwicklung im Bezirk Ries. So wurde am 07.07.2011 der Bebauungsplan einstimmig im Gemeinderat beschlossen und der Mobilitätsvertrag, welcher die künftige Verkehrsplanung rund um den LKH Quadranten regelt, von den Vertragspartein Land Steiermark, Stadt Graz, der KAGes, der BIG und der MUG unterzeichnet.



Die Attraktivität und Bedeutung des ZWT liegt vor allem in der räumlichen Nähe
-    zur Medizinischen Universität Graz und zum LKH-Univ.Klinikum Graz

-    zum im Jahr 2004 eröffneten Zentrum für Medizinischen Forschung I (ZMF), welches
     MitarbeiterInnen der Medizinischen Universität Graz Raum und Infrastruktur für klinische
     Forschungsprojekte bietet

-    zu den Serviceeinrichtungen im Forschungsmanagement der Medizinischen Universität Graz

-    und zu den forschungsintensiven Instituten im Nicht-Klinischen Bereich, deren zukünftige
     Übersiedlung im Rahmen des MED CAMPUS in die direkte Umgebung des LKH-Univ. Klinikum
     Geländes vorgesehen ist.


Ziele und Synergien

Durch die Gründung eines Zentrums für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin soll die Kooperation zwischen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Klinischen und Nicht-Klinischen Bereich der Medizinischen Universität Graz mit der biomedizinischen und biotechnischen Industrie höchst effektiv ermöglicht werden.
Das ZWT stellt eine zukunftsträchtige Ergänzung zum bereits bestehenden ZMF dar. Anders als das ZMF wird das ZWT vorwiegend nationalen und internationalen Firmen aus dem biomedizinischen und biotechnologischen Bereich, sowie universitären Spin Offs Raum bieten.
Die Synergien, die durch die Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft im ZWT im Nahbereich zum bestehenden ZMF und zum LKH-Univ.Klinikum entstehen, werden das gesamte biomedizinische und biotechnologische Umfeld stärken. Die Sogwirkung wird durch die geplante Übersiedelung der Nicht-Klinischen Institute in den MED CAMPUS der Medizinischen Universität Graz und durch die örtliche Nähe zu den Einrichtungen des Rektorats, insb. zum Forschungsmanagement, noch weiter verstärkt.    
Die Ansiedelung der patientennahen biomedizinischen und biotechnologischen Forschung wird durch weitere Einrichtungen im Grazer Raum, dem Zentrum für Biomedizinische Forschung an der Karl-Franzens-Universität (ZMB), dem neuen Zentrum für Biokatalyse an der Technischen Universität Graz (TUG), dem Science Park und dem Impulszentrum Graz West ergänzt und durch wechselseitige Synergien gestärkt.

Das ZWT bedeutet einen entscheidenden Schritt in Richtung Weiterentwicklung eines "multidisziplinären und multiuniversitären F&E-Clusters in Graz" und die Verwertung des vorhandenen Knowledge Base in Graz. Daraus ergibt sich ein entscheidender Vorteil im nationalen und internationalen Wettbewerb, dies sowohl in der Wirtschaft, als auch in der Wissenschaft an den Grazer Universitäten und in Richtung Zukunftsregion Südosteuropa.

 

Mehr unter: http://www.medunigraz.at/14701