Datenzwillinge & andere Verdoppelungen

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Gemeinsam hält nicht nur besser, zwei mal zwei ist manchmal mehr als vier – das bewies der kombinierte Jahresevent des steirischen Humantechnologie-Clusters mit dem Silicon-Alps-Cluster.

„Electronic Based Systems“ werden künftig die Basis für alle möglichen „Gesundheitstechnologien“ legen. Deshalb arbeiten der Humantechnologie-Cluster und Silicon Alps nicht nur bei vielen Themen und Veranstaltungen eng zusammen, sie haben auch ihren Jahresevent gemeinsam und mit Weitblick über den Dächern von Graz, im formidablen Schlossberg-Restaurant, ausgerichtet.

Das Ambiente hat gestimmt, die mehr als 160 Clusterpartner – UnternehmerInnen, ForscherInnen, InvestorInnen – nutzten die Gelegenheit des Austauschs über Branchen-, Organisations- und Ländergrenzen hinweg. Die für Wirtschaftspolitik in Kärnten verantwortliche Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Gaby Schaunig und die steirische Landesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl zeigten sowohl Kooperationsbereitschaft als auch Kompetenz und Eloquenz. Darüber hinaus betonten sie ihre Bereitschaft, auch in Zukunft über die Bundesländergrenzen hinweg zu kooperieren. Dabei erinnerten sie auch an den Startschuss für das „Silicon Austria Labs“ (SAL), das neue Forschungszentrum für Mikroelektronik mit Headquarter in Graz, das gemeinsam vom Bund, den Ländern Steiermark, Kärnten und Oberösterreich sowie der Industrie betrieben wird. Im Rahmen dieser gelungenen Veranstaltung durften beide Politikerinnen mit der Siemens AG den bereits 100. Kooperationspartner des Silicon Alps Clusters begrüßen. Siemens-Manager Gerhard Geisswinkler sieht darin, „ein unverzichtbares Netzwerk für die positive Entwicklung des Elektronikstandortes“.

Der Keynoter des Nachmittags, Alberto Prado, Vize-Präsident des Bereichs HealthWorks bei Philips, hat dann den „Datenzwilling“ jedes Menschen als Zukunftsvision ins Spiel gebracht: Die enorme Menge an Sensordaten, die über Menschen generiert wird, lässt „individuelle Datenzwillinge“ entstehen. Der Vorteil: Manche Krankheitsmuster zeichnen sich bereits in einem Stadium ab, in dem die Menschen akut keinerlei Beschwerden oder sichtbare Änderungen zeigen. Verknüpft man die Daten jedoch und wertet sie durch intelligente Algorithmen aus, kann zum frühest möglichen Zeitpunkt gegengesteuert werden – und das nur anhand der Daten des „Data Twins“, ganz ohne dass der reale Mensch sich auf den Behandlungstisch begeben müsste. All das möchte Philips gemeinsam mit FoscherInnen, UnternehmerInnen und EntrepreneurInnen in eigens dafür geschaffenen „Eco Systems“ entwickeln. Dabei ist Philips tatsächlich ganz nah am Menschen, etwa mit seinen elektrischen Zahnbürsten. Was sich nicht alles messen und analysieren ließe im Mund der Menschen …

 

Die Zukunft sieht der weltweit agierende Konzern aus den Niederlanden in „integrated, always-on care networks.“ Apropos: Das „Ökosystem des Vertrauens“ der beiden südösterreichischen Netzwerke hat auch den Spanier Alberto Prado beeindruckt, der das Ereignis bis in die späten Abendstunden auskostete. Prado war „blown away“ von der Offenheit und dem Gestaltungswillen, der auf diesem Fest zutage trat.

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