Den Jungbrunnen gefunden?

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Beim Symposium über personalisierte Medizin und molekulare Diagnostik in Graz war manch erstaunliche Erkenntnis zu hören.

Acht von zehn Blockbuster-Medikamenten gehören laut Prof. Gordan Lauc von Universität Zagreb zur Gruppe der Glycoproteine. Glycane erlauben auch vielerlei Aussagen über uns Menschen: „Sie sind an fast allen Krankheiten beteiligt. Aufgrund der Glycanzusammensetzung der Immunglobuline können wir auf neun Jahre genau feststellen, wie alt ein Proband ist.“ Die Forschung des Biochemikers beruht auf der Analyse von mehr als 50.000 Proben. Eine Frage sei nun, ob sich über die Glycane die Lebenszeit beeinflussen lasse.

Ebenso diagnostisch und therapeutisch wichtig sind Biomarker, ein Schlüsselelement für die personalisierte Medizin, so Prof. Harald Sourij (Medizinische Universität Graz und Forschungszentrum CBmed). „Allein 2016 wurden 2621 Publikationen mit dem Wort Biomarker im Titel veröffentlicht“, unterstreicht der Mediziner die Wichtigkeit dieser Biomoleküle, deren Anwendung in Zulassungsverfahren für neue Medikamente die Chance auf eine schnelle Bewilligung Verdreifachen könne.

Trotz all dieser Erkenntnisse gebe es in der personalisierten Medizin noch viel zu tun, meint Prof. Kresimir Pavelic von der Universität Rijeka. Viele Zusammenhänge rund um das komplexe System des Lebens seien noch unergründet. Wie die anderen setzt auch er auf die zeitgemäßen Methoden der Datenanalyse, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. „Wir hoffen, dass sich Österreicher und Kroaten in Zukunft vermehrt gemeinsam auf die Suche nach neuem Wissen begeben“, so die Hoffnung von Tome Anticic, Staatssekretär für Forschung in Kroatien und Johann Harer, Chef des veranstaltenden Clusters Human.technology Styria.

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