INNOlounge 3.0: Ein Wechsel der Blickrichtung

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Zahlreiche Gäste folgten der Einladung der steirischen Cluster (Human.technology Styria, ACstyria Mobilitätscluster, Green Tech Cluster, Holzcluster) und fanden sich in der Kanonenbastei des Grazer Schlossbergs zum Thema "Wechsel der Blickrichtung in innovativen Unternehmen" ein.

Herr Dr. Oliver Mayer, Senior Principal von General Electric - Global Research veranschaulichte auf lebendige Art und Weise, wie das Spannungsfeld der Herausforderung „Innovationen generieren“ dargestellt wird und zeigte auf, durch welche systematischen Ansätze Lösungen, vor allem zeitsparende (!), gefunden werden können. Da technologische Entwicklungen heutzutage extrem rasch voranschreiten und die Unternehmen hier mithalten müssen, ist es „enorm wichtig, dass im Innovationsprozess ganz unterschiedliche Methoden angewandt werden," so der Vortragende. Ist für ein „konkretes Problem“ oder eine „Lösungsidee“ TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens) die richtige Methode, so ist es für den Bereich „Lösungsentwicklung“ eine andere. „TRIZ-Master“ Oliver Mayer erklärt, dass bei der TRIZ Methode auf die Identifikation des existierenden Problems fokussiert wird. Mayer: „Im Vergleich zur klassischen Ideengenerierung generiert diese Herangehensweise rund ein Drittel mehr Ideen, es wird aber nur ein Viertel der Zeit dazu benötigt“.

Vieles konnte Frau Mag.a Gertrud Hierzer, Leiterin der Abteilung Business Development bei T-Systems Austria, bestätigen. „Konzerne tun sich mit Innovationen im Allgemeinen recht schwer“, sagt Hierzer. Prinzipiell haben sie alles, was für Innovationen notwendig ist: das Know-How, die Größe, die Marktposition und das Budget. Jedoch stehen, durch meist historisch gewachsene Strukturen und Prozesse, genau diese Dinge den Innovationen häufig im Wege. Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung führt aber für keinen Konzern ein Weg an ihnen vorbei. Hierzer: „Um die bestehenden und guten Assets nicht zu gefährden, setzt man daher auf Ambidextrie“.

Die organisationale Ambidextrie beschreibt die Fähigkeit von Konzernen und Organisationen gleichzeitig effizient und flexibel zu sein und die Wichtigkeit der Integration von Exploitation (Ausnutzung von Bestehendem) und Exploration (Erkundung von Neuem) zu verdeutlichen. In ambidextren Organisationen sichert die „exploit Hand“ den Weiterbestand der laufenden Assets, während die „explore Hand“ die Möglichkeiten für Innovationen schafft.

Ein Verfahren, bei dem Irrtümer zwar nicht ausgeschlossen werden können, das jedoch auf längerfristige Sicht, den Erfolg in Unternehmen mit Innovationsgeist steigert.

Das abschließende Netzwerken begleitet von kulinarischen Schmankerln aus der Region bot weitere Möglichkeiten noch tiefer in die Materie einzutauchen.

Fotocredit: Marina Kunzfeld - book-and-picture, 2018

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