INNOlounge: Start-up, oder was?

Neuigkeit

Wie verschafft man sich durch Kooperation nachhaltige Wettbewerbsvorteile? Worauf kommt es bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit an? Diese und andere Fragen wurden bei der zweiten INNOlounge am 19. April ausführlich beantwortet.

Ein Großunternehmen kann im Vergleich mit einem Start-up unterschiedlicher nicht sein. Bieten große Unternehmen finanzielle Unabhängigkeit, eine große Zahl an Referenzkunden oder haben viel Erfahrung in Unternehmensstrukturen, so sind Start-ups schnell und agil, haben ein innovatives Geschäftsmodell, aber einen schlanken Entwicklungsprozess und fokussieren sich in jeder Phase auf die Kundenbedürfnisse. Sie sind also keine kleinen Versionen von großen Unternehmen.

"Alone we are smart, together we are brilliant" zitiert Pioneers CEO Oliver Csendes Steve Anderson. In dieser Öffnung des Innovationsprozesses vom "stillen Kämmerchen" hin zu einer aktiven, strategischen Nutzung der Außenwelt, sieht Herr Csendes eine enorme Steigerung des Innovationspotentials. Aus einer Verbindung von "old and new economy" entsteht die "true economy".

Innovationen werden durch Voraussetzung wie Supercomputer in unseren Hosentaschen, niedrige Kosten von Prototypen durch 3D Druck, das Internet der Dinge und steigende Finanzierungsmöglichkeiten "leicht" gemacht, dies spiegelt sich auch in der enorm steigenden Anzahl an Start-up Unternehmen in den letzten 5 Jahren wider.

Unternehmen können von Start-ups lernen, denn Start-ups entwickeln minimal überlebensfähige Produkte (MVPs) mit möglichst wenig Ressourcen, sammeln und messen Feedback durch sofortiges Testen, passen kontinuierlich ihre Produkte an. Statt Titel und Alter sind Leistungen wichtig, es werden schnelle Entscheidungen getroffen und das trial-and-error Prinzip wird gelebt.

Es gilt Synergien zwischen beiden Partner zu finden. Hürden, teilweise sehr große, müssen dabei bewältigt werden. Um diese möglichst niedrig zu halten ist es wichtig konkrete Ziele und einen Kooperationsrahmen zu definieren.

"Heute müssen sich Unternehmen Gedanken machen, was sie Start-ups bieten können.", meint auch Frau Martina Hölzl: Der Next-Incubator ist das Open Innovation Lab der Energie Steiermark und sucht Start-ups und Innovatoren für gemeinsame Produkte und Services. Dabei wurde deutlich, dass es mehrere Anläufe brauchte, damit sich ein Unternehmen wie die Energie Steiermark mit einem Start-up unterhalten kann. War das Angebot an kooperationswilligen Start-ups zu Beginn noch überschaubar, hat sich der Next-Incubator mittlerweile zu einem regelrechten Hype entwickelt.

Als DER Hotspot grüner Start-ups etabliert sich gerade der neue Green Tech Hub im Science Tower Graz. Die zahlreichen Besucher der INNOlounge hatten die Möglichkeit diesen zu besichtigen.

"Innovieren wir gemeinsam!" war die Quintessenz dieser gelungenen Veranstaltung.

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