LIMEDex Index Report Q1/2019

Neuigkeit

Der Medtech-Sektor erlebt eine abgeschwächte Wachstumsperiode.

Die Aussichten der MedTech-Manager auf eine höhere Rentabilität und die Möglichkeit, strategischeInvestitionen zu tätigen wurden in diesem Quartal pessimistischer bewertet. Die Einschätzung werden durchinternationale Handelspolitik und schwächere Konjunkturprognosen in Schlüsselmärkten beeinflusst. DieEinhaltung neuer regulatorischen Vorschriften ist für die meisten befragten Unternehmen von entscheidenderBedeutung.

WEGGIS, LUZERN -- Der LIMEDex Index, der die Stimmung der MedTech-Branche zu den wichtigsten Geschäftsindikatoren seit Januar 2015 auf Quartalsbasis erfasst, ist in diesem Quartal erneut gesunken. Der Index fiel im Vergleich zum Vorquartalum -2,0 Punkte auf +9,9 Punkte und ist im Jahresvergleich um -2,7 Punkte gesunken.Etwa 140 MedTech-Manager wurden von ConCeplus Mitte Februar 2019 zu ihrem Ausblick auf die operative, finanzielle und Marktentwicklung in den kommenden zwölf Monaten befragt. Die dramatischste Veränderung ergab sich in den Finanzkennzahlen des Index, die in diesem Quartal unter Null fielen. Ein Rückgang um -4,4 Punkte auf -4,3 Punkte auf Q-T-Q Basiswurde angegeben. Im Durchschnitt erwartet man eine Umsatzwachstumsrate von +4,9% (+0,3% Q-T-Q); die prognostizierte EBIT-Wachstumsrate liegt jedoch bei +0,9% (-1,4% Q-T-Q) für die nächsten 12 Monate.

Die internationale Konjunkturprognosen und Handelsunsicherheiten beeinträchtigen die MedTech Industrie genauso wie andere Branchen. "Basierend auf den von der Mehrheit der Führungskräfte wahrgenommenen Risiken und Herausforderungen ist für die kommenden 12 Monate eine Risikokorrektur auf die Umsatzerwartung von -4,2% vorgesehen.Damit liegt diese deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von -2,7%. Somit ergibt sich ein durchschnittlich Umsatzwachstum von +0,9%", kommentierte Beatus Hofrichter, Geschäftsführer von ConCeplus und Initiator der LIMEDexIndex Reporte.

Eine eingehende Analyse der Umfrageergebnisse ergab, dass Manager bei der Durchführung strategischer Investitionen konservativer sind. Die Manager, die sich zu zukünftigen Investitionen verpflichten, konzentrieren sich auf die Umsetzung der neuen EU Vorschriften (90% der Befragten sehen dies als ihre größte Herausforderung derzeit an). Ebenfalls von hoher Priorität sind Projekte zur Verbesserung des Marktzugangs und zur Gewinnung neuer Talente. Die Führungskräfte sehen die Notwendigkeit, die Mitarbeiterzahl in den kommenden 12 Monaten um +4,4% zu erhöhen und hoffen, dadurch nötigte neue Kompetenzen zu erlangen, um im Wettbewerb langfristig bestehen zu können.

Es ist zu beobachten, dass Medtech-Manager versuchen, die letztjährige Wachstumsdynamiken verstärkt durch gezielte taktische Maßnahmen erhalten wollen. Die Bereitschaft, in strategische Anstrengungen wie die Optimierung des Geschäftsmodells zu investieren, scheint von geringerer Priorität zu sein. Dies überraschend jedoch, da der Pharma/ Biotech,Sektor, und Akteure im Gesundheitswesen und bei den Kostenträgern ihre Digitalisierungsprojekte zur Skalierung des zukünftigen Wachstums nutzen und bereits weiter als der Medtech Sektor fortgeschritten sind. Die Vernachlässigung von Geschäftsmodellen schlagen langfristig gravierender zu Buche als die derzeit verursachten Gewinneinbußen durch kurzfristige Geschäftsrisiken. Gefordert sind vor allem traditionelle Akteure, die diesem Wandel zögerlich gegenüberstehen",so Beatus Hofrichter.

Please use this link to get the report and for the free report please drop a mail to christoph.schreiner(at)human.technology.at to get the voucher code.

Weitere Neuigkeiten