3. Think Tank in Life Sciences: "The best ideas are driven by pain"

Neuigkeit

Nach mehr als einem Jahr der Pandemierestriktionen, durften wir gemeinsam mit dem Know-Center, der BioNanoNet Forschungsgesellschaft, Techhouse sowie dem Ideentriebwerk eines unserer ersten Offline-Events 2021 am Rooftop des neu eröffneten Unicorn Graz abhalten. Quietschende Roll-ups und die eine oder andere Bedienschwierigkeit der Technik zeigten, wie schnell man sogar gängige Praxis verlernen kann, sorgten allerdings für einen lockeren Einstieg beim 3. Think Tank in Life Sciences.

(C) Melanie Mayer_Know-Center

Eine ganz spezielle Ruhe macht sich breit, als Urška Jez von Techhouse die Gäste begrüßt und zum Vortrag von Michal Lagan einleitet.
Der Head of IOT bei Magenta Telekom beginnt seinen Vortrag mit einem Zitat: „The Internet of Things market is like the ocean. It’s not the question if there is enough water available for everyone, it’s the HOW we can skim the water off it.“ Aber wie?

Schneller, Höher, Weiter
Ein Rückblick in die 60er-Jahren zeigt, dass sich Unternehmertum sowie die Startup-Mentalität wesentlich geändert haben. Während vor einigen Jahrzehnten ein langsameres Unternehmenswachstum normal war, ist das Schneller, Höher, Weiter zum Basiscredo der Startup-Entwicklung geworden. Die Entwicklungsgeschwindigkeit hat sich um ein Vielfaches potenziert. Business Modelle müssen öfter überarbeitet werden und Agilität gehört zum guten Ton. Wesentlich für den heutigen Unternehmenserfolg im IOT-Bereich sei jedenfalls die richtige Entscheidung hinsichtlich der Technologie-Frage, denn nur die Kombination der richtigen Technologie mit dem richtigen Usecase kann zum Erfolg führen.

And the best ideas are driven by pain!
Wie kann man zum Beispiel den Gesundheitszustand einer Kuh-Herde überwachen? Das Grazer Unternehmen smaXtec widmete sich dieser Idee und entwickelte einen Sensor, der von den Kühen geschluckt wird, im Magen verbleibt und diverse Daten zum Gesundheitszustand von "Muh" bereitstellt. Eine Idee die einerseits eine wesentliche Zeit- und natürlich auch Kostenersparnis ist, denn "am Ende des Tages geht es immer um eine finanzielle Entscheidung", so der Vortragende.
Ein Tiroler Unternehmen zum Beispiel, kombinierte diverse Needs in ihrem Geschäftsmodell: ein Handdesinfektions-Automat, Werbeplatzierung auf dem Gerät und ein Sensor, welcher den Verbleib von Personen beim Automaten misst. Somit kann man nicht nur die Häufigkeit der Verwendung des Automaten tracken, sondern ebenso wie wirksam oder unwirksam die darauf platzierte Werbebotschaft ist.

Was lernen wir daraus?
•    Data is the new oil
•    Technology is key
•    Think different
Im speziellen wies Michael Lagan auch darauf hin die Geschäfsmodelle Business Model Canvas sowie Business Model Navigator nicht außer Acht zu lassen.

Und wie sieht es aus mit Data Service Cards?
Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung des Know-Centers starteten Angelika Riedl und Gert Breitfuss mit dem interaktiven „Data Service Cards“-Workshop. In Kleingruppen wurden Sets bestehend aus 50 physischen Karten zur Ideenfindung rund um das Thema „Daten in Unternehmen“ genutzt. Das Karten-Set dient dem Verstehen und Identifizieren verfügbarer Daten im Unternehmen und wie diese am besten genutzt und analysiert werden. Das gemeinsame Brainstorming in der Gruppe rund um das Thema Daten kann auch in Teambuildings in Unternehmen eingesetzt werden. Neben dem Verknüpfen von den unterschiedlichen Expertisen der Teilnehmer*innen ist auch eine einfache Dokumentation mit Hilfe der „Data Service Cards“ möglich. Spannend war, dass die einzelnen Teams unterschiedliche Herangehensweisen wählten. Die Karten bieten vielfältige Möglichkeiten und erklären die wichtigsten Fachbegriffe, sodass man auch als Laie schnell Bezug zum Thema findet. Ein weiterer Vorteil ist, dass bestehende aber auch neue Konzepte mit Hilfe der Karten schnell weiter- bzw. neu entwickelt werden können.

Am Ende des Workshops wurden die Teilnehmer*innen eingeladen, ihr Feedback mit den Vortragenden zu teilen und es sich im Außenbereich des Unicorn Rooftop bei einem kühlen Getränk und begleitet von Häppchen den Abend ausklingen zu lassen.

 

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