HTS neu: Die Strategie 2025+

Neuigkeit

Ausgehend von den weiter wachsenden Schwerpunktfeldern Medizintechnik sowie Pharma und Biotechnologie entwickelt der steirische Humantechnologie-Cluster ein neues Schwerpunktfeld: Gesundheit und Nachhaltigkeit.

 Nicht zuletzt die anhaltende Covid-19-Pandemie hat Themen wie „resiliente Wertschöpfungsketten“ und die „Sicherstellung von Zulieferprodukten auch in Krisenzeiten“ in den Vordergrund gerückt, gerade auch in der Medizintechnik- und Pharmabranche. „Aus diesen unmittelbaren Notwendigkeiten, gepaart mit dem Zukunftsthema Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat sich ein neues Schwerpunktfeld für unseren Cluster entwickelt: Gesundheit und Nachhaltigkeit“, berichtet Cluster-Geschäftsführer Johann Harer über die Entstehung der neuen Strategie „HTS 2025+“. Erarbeitet wurde HTS 2025+ im Rahmen eines mehrere Monate dauernden Prozesses auf Basis der konkreten Anforderungen der Cluster-Unternehmen und -Organisationen aus Wirtschaft und Forschung.

 „Die Themen Klimaschutz und CO2-neutrale Produktion sind bei den Unternehmen angekommen. Viele Projekte zur CO2-Reduktion werden jetzt gestartet oder sind bereits in Umsetzung. Ich erwarte in diesem Bereich einen Innovationsschub, alte ineffiziente Prozesse werden verbessert oder ein-gestellt. Energieeffizienz wird in modernen Produktionsprozessen wesentlich das Anlagendesign beeinflussen. Der Druck zu diesen Veränderungen kommt von der Straße – Stichwort Fridays for Future und erst in zweiter Linie von der Politik“, beschreibt Andreas Marchler, Geschäftsführer des v.a. für die Pharma- und Biotech-Industrie tätigen Anlagenbau- und Prozessspezialisten ZETA, die Herausforderungen aus Unternehmersicht. Cluster-Geschäftsführer Johann Harer zum grundlegenden Ziel der Strategie „HTS 2025+“: „Wir wollen damit die Wertschöpfung, internationale Sichtbarkeit und Resilienz der Region steigern.“

 Die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl verknüpft mit der neuen Strategie konkrete Erwartungen für den Standort allgemein: „Mit der Strategie 2025+ setzt der Cluster auf die richtigen Themen, damit die Life Science-Community weiter wachsen kann. Denn innovative Lösungen für die alternde Gesellschaft und ‚Digital Health‘ werden in den kommenden Jahren enorm an Bedeutung gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass wir dank des HTS-Clusters unsere Spitzenposition als hochinnovativer europäischer Standort weiter stärken können.“

 Schwerpunktfelder und Querschnittsthemen

 „Gerade im Themenfeld ‚demografischer Wandel‘ haben wir im Cluster bereits viel Vorarbeit geleistet“, berichtet Michael Pichler, Verantwortlicher für das neue Schwerpunktfeld Gesundheit und Nachhaltigkeit, und verweist in diesem Zusammenhang u.a. auf die erfolgreiche Entwicklung der Steiermark als europäische AHA-Referenzregion (AHA steht für „Active and Healthy Ageing“).

In den Schwerpunktfeldern

- Medizintechnik

- Pharma und Biotechnologie

- Gesundheit und Nachhaltigkeit

werden künftig auch die Querschnittsmaterien

- Digitalisierung

- Qualifizierung

- Start-ups

verstärkt entwickelt. Michael Pichler: „Ausgehend von der neuen Cluster-Strategie liegt der Entwicklungsfokus dabei sowohl in der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit wie in der gesellschaftlichen Relevanz.“

ELLY bringt Sicherheit für Kranke und Pflegende

Pichler bringt ein praktisches Beispiel: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird der Pflegesektor immer wichtiger. Genau hier können auch „intelligente Produkte und Dienstleistungen mit gesellschaftlichem Mehrwert“ produziert werden. So entwickelt das Grazer Start-up-Unternehmen Opus Novo ein Produkt, das sowohl das Leben der pflegebedürftigen Menschen als auch der pflegenden Angehörigen erleichtert. Einerseits bringt die sensorgesteuerte multifunktionale Leuchte ELLY durch die individuell einstellbare und sich bei Verlassen des Bettes automatisch aktivierende Lichtsteuerung mehr Sicherheit auf den nächtlichen Wegen potenziell unsicherer Menschen. Andererseits alarmieren Sensoren im Gerät über eine mit der Leuchte verbundene App die Pflegenden, wenn der pflegebedürftige Mensch das Bett verlässt. Die sofortige Meldung dieses „Bett-Exits“ ist eine große Entlastung vor allem für Angehörige, die nun nicht mehr ständig „mit einem offenen Ohr“ schlafen müssen.

Derzeit sind im Humantechnologie-Cluster mehr als 140 Unternehmen und Organisationen, vom Start-up bis zur Universität, organisiert. Im Clusterumfeld arbeiten rund 47.000 Menschen und generieren einen Jahresumsatz von rund 6,7 Milliarden Euro. „Unsere neue Strategie HTS 2025+ bietet die Grundlage dafür, zusätzliche neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu generieren, die inter-nationale Sichtbarkeit zu erhöhen sowie die Region insgesamt krisenfester aufzustellen“, so Clusterchef Johann Harer.

Weitere Infos und Bilder online unter:

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