Steirischer Humantechnologie-Cluster treibt Entwicklung von europäischem Medizintechnik-Supercluster voran

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Großteil der österreichischen, elf deutsche und ein Schweizer Medizintechnik-Cluster unter einem Dach – Human.technology Styria: „Durch die MedTech Cluster Alliance D-A-CH sollen europäische Liefer- und Wertschöpfungsketten widerstandsfähiger und stärker werden."

Führende Medizintechnik-Cluster und Netzwerkinitiativen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz formieren sich zu einem größeren Ganzen. Wesentlich vorangetrieben wird die Bildung des „Super-Clusters“ unter anderem vom steirischen Human.technology Styria (HTS). „Wir wollen in diesen für die Medizintechnik hochdynamischen Zeiten die Liefer- und Wertschöpfungsketten und zugleich die weltweite Konkurrenzfähigkeit unserer Branche stärken“, betont der Business Developer des HTS, Lorenz Neuhäuser.

Der steirische Humantechnologie-Cluster hat zusammen mit dem MedTech Cluster Switzerland und dem Forum MedTech Pharma aus Deutschland 16 führende MedTech-Netzwerkinitiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung an einen Tisch geholt. „Mit der MedTech Cluster Alliance D-A-CH haben wir ein starkes europäisches Netzwerk, mit dem wir nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Branche gegenüber Krisen sondern auch ihre Innovationskraft potenzieren können“, ist Lorenz Neuhäuser überzeugt. Das Interesse an diesem strategischen Zusammenschluss ist offensichtlich groß. „Nach der Unterzeichnung des Letter of Intent haben bereits weitere Interessenvertretungen aus anderen D-A-CH Regionen um eine Partnerschaft bei uns anfragt“, so der Grazer Initiator.

Deutschland ist mit Abstand der größte MedTech-Markt Europas und zusammen mit der Schweiz und Österreich als D-A-CH Region heute schon einer der innovativsten und umsatzstärksten MedTech Regionen weltweit. Dennoch haben vor allem die letzten Jahre eine starke Abhängigkeit Europas von Importen aus internationalen Märkten, wie z.B China, sichtbar gemacht. „Hier wollen wir ansetzen und mit der Allianz die europäischen Unternehmens- und Forschungspartner im Rahmen von Kooperationen noch stärker zusammenbringen, sei es im Zulieferbereich oder im Rahmen von innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten“, so der Geschäftsführer des Grazer HTS, Johann Harer.

Die Allianz versteht sich als Drehscheibe, mit der die Medizintechnikbranche der D-A-CH-Region gestärkt wie auch die Leistungsfähigkeit und Kompetenzen der Player nach außen getragen werden sollen. Der Weg dorthin führt über einen intensivierten Austausch zu vorhandenen Angeboten, Veranstaltungen, Best Practices und Trends sowie über das gemeinsame Auftreten auf Messen und bei Ausschreibungen. Eine in Umsetzung befindliche Landingpage der Allianz und Kooperationen mit führenden europäischen MedTech-Messen sollen zukünftig einen gemeinsamen „Marketplace“ für Unternehmen und Forschungspartner, für internationale Netzwerkveranstaltungen und gemeinsame Initiativen im Bereich Resilienz und nachhaltige Wertschöpfungsketten schaffen. Finanziert wird der Cluster bisher aus den Mitteln der jeweiligen Mitgliedscluster.

Mit den deutschen Allianz-Partnern sind bereits neun der 16 Bundesländer und damit knapp 70 Prozent der MedTech-Unternehmen Deutschlands im Netzwerk der MedTech Cluster Alliance. „Mit den Clustern aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind auch die ganz großen MedTech-Player dabei“, freut sich Neuhäuser. Auch die Schweiz gilt als europäischer Hotspot der Medizintechnikbranche mit mehr als doppelt so vielen MedTech-Unternehmen wie in Österreich.

Austria Wirtschaftsservice weist den österreichischen MedTech-Markt mit knapp 600 Unternehmen aus, die mit 30.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von 9 Mrd. Euro erwirtschaften. Der HTS und seine österreichischen Allianz-Partner aus Wien, Tirol und Oberösterreich (Life Science Austria, LISAvienna, Cluster Life Sciences Tirol, Medizintechnik Cluster Oberösterreich) wollen daher vor allem auch den österreichischen Unternehmen den Zugang zu Partnern und Kooperationen in der D-A-CH Region und damit zu einem 71 Mrd. Euro umsatzstarken Markt erleichtern.

„Für ein Exportland wie die Steiermark sind Kooperationen der Schlüssel zu internationalen Märkten und daher wesentlich für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Ich freue mich daher, dass der steirische Humantechnologie-Cluster eine treibende Kraft beim weiteren Ausbau einer innovativen und resilienten europäischen Gesundheitswirtschaft ist“, so die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

 

Die 16 Partner der MedTech Cluster Alliance D-A-CH

DEUTSCHLAND

BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern

BIOPRO Baden-Württemberg

Cluster Medizin Nordrhein-Westfalen

Cluster Medizin- und Gesundheitstechnik Magdeburg Sachsen-Anhalt

Forum MedTech Pharma Bayern

Life Science Nord Hamburg & Schleswig-Holstein

Medical Mountains Baden-Württemberg

Medical Valley EMN Bayern

medways Thüringen

saarland.innovation&standort

 

ÖSTERREICH:

Human.technology Styria

Life Science Austria

Life Sciences Tirol

LISAvienna

Medizintechnik-Cluster Oberösterreich

 

SCHWEIZ:

Health Tech Cluster Switzerland

 

Kontakt

Lorenz Neuhäuser-Happe

Human.technology Styria GmbH

Tel. +43 699 18899706

E-Mail: lorenz.neuhaeuser@ human.technology.at

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