Die Marshallplan-Delegation zu Besuch beim steirischen Humantechnologie-Cluster

Neuigkeit

Das George C. Marshall Programm wurde 2007 von der österreichischen Bundesregierung ins Leben gerufen, als Anerkennung der Hilfe, die Österreich in der wirtschaftlich schwierigen Zeit nach dem 2. Weltkrieg von der USA erhalten hatte. Es spiegelt auch das Interesse Österreichs an einer starken und lebendigen transatlantischen Beziehung zwischen den USA und Österreich wider. Jedes Jahr bringt dieses Programm zehn hochkarätige TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, akademischer Forschung, EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Politik und Think Tanks zu unterschiedlichen Themen nach Österreich, um diese mit österreichischen Vertretern aus ebendiesen Bereichen zu vernetzen, Ziel dabei ist es, sich persönlich kennen zu lernen, um dadurch die Möglichkeiten bilateraler Kooperationsmöglichkeiten zu erörtern.

Das Thema der heurigen Marshalldelegationsreise lautete "Life Science - Human & Biotechnology" und fand vom 13.-17. Mai 2019 in Graz statt. Am Nachmittag des 15. Mai 2019 hatte der steirische Humantechnologie-Cluster die Möglichkeit das Programm zu gestalten. Dabei stellten sich fünf themenrelevanten Institute oder Forschungsgruppen der Medizinischen Universität Graz vor, darunter die Klinische Abteilung für Onkologie, die Forschungsgruppe "Liquid biopsies for personalized medicine in cancer", die Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, die Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin sowie das Diagnostik- und Forschungszentrum für Molekulare Biomedizin. Darüber hinaus präsentierten sich insgesamt zehn erfolgreiche heimische Unternehmen, welche die vielfältige Innovationskraft der Region widerspiegelten.

Unter anderem gab BDI Biolifescience Einblicke in die Entwicklung des Nahrungsergänzungsmittel Astafit ®, das zu 100 % aus nativem Astaxanthin besteht, der Diamant unter den Radikalfängern und Antioxidantien. Dr. Georgii berichtete von der anspruchsvollen Entwicklungsarbeit, die notwendig war, um die Blutalge in einem two-stage Prozess zu kultivieren, um optimale Produktionsbedingungen zu garantieren.

Die Firma Innophore führte ihr innovatives Tool zur effizienten Findung von Enzymen vor: "Das Treffen mit den Abgesandten der Marshall Delegation hat zu vielen aktiven Kontakten geführt! Die Zusammenstellung der Expertisen war für unser Gebiet optimal, es waren führende ExpertInnen sowohl aus dem wirtschaftlichen- als auch aus dem wissenschaftlichen Bereich darunter. Es folgten Einladungen zu ExpertInnen in die USA, die noch in diesem Sommer wahrgenommen werden. Wir sind überzeugt, dass diese Kontakte u.a. nach Harvard, dem MIT, der Georgia State University etc. unsere Expansionspläne in die USA begleiten werden", so Dr. Christian Gruber von Innophore.

CBmed war als eines der führenden K1 Zentren vertreten und gab einen kleinen Einblick in die vielfältigen Forschungsbereiche hinsichtlich systematischer Biomarkerforschung. CBmed identifiziert, validiert und entwickelt Biomarker für die klinische Praxis: "Programme wie das Marshallprogramm schaffen neue Möglichkeiten zur internationalen Kooperation. Vor allem durch die Vernetzung mit den Delegierten, aber auch darüber hinaus innerhalb der ClusterpartnerInnen. Das stellt einen großen Mehrwert für die Zusammenarbeit und die langfristige Entwicklung unseres Standortes dar", so die Meinung von Lucas Pflanzl-Knizacek, Business Developer von CBmed.

Bisy e.U. stellte sich als hochinnovatives Unternehmen vor, das weltweit Tools für mikrobielle Proteinexpression für die umweltfreundliche und effiziente Produktion von Enzymen entwickelt und anbietet.

Auch bei den DelegationsteilnehmerInnen kam das Programm gut an: "My visit to Austria, under the auspices of the Austria Marshall Plan Foundation and Advantage Austria, was nothing short of enlightening and inspiring. From basic/translational research inspired by clinical perspectives, to start-ups moving innovations from the lab to the commercial sphere, there are many synergies to consider between Human.technology Styria and the Harvard Stem Cell Institute. Science moves forward in powerful ways through collaboration," so Maureen Herrmann, vom Havard Stem Cell Institute, eine der DelegationsteilnehmerInnen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses ExpertInnentreffen zu zahlreichen persönlichen Kontakten geführt hat und auch in Zukunft die Möglichkeit zur internationalen Vernetzung und potentiellen Kooperationen bietet.

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