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Investition in die Zukunft der Verbrennungsmedizin: Allianz entwickelt neue zellbasierte Therapie in Graz

Strategische Partnerschaft zwischen EVOMEDIS GmbH, Medizinischer Universität Graz und COREMED Graz zur Förderung von Innovationen in der Wundheilung gestartet

Die EVOMEDIS GmbH, die Medizinische Universität Graz (MedUni) und COREMED (JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH) Graz haben eine strategische Partnerschaft mit dem Ziel initiiert, den Wandel von der Wundversorgung zur Wundheilung durch die Einführung innovativer Lösungen voranzutreiben.

EVOMEDIS hat eine Investition von 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren in ein gemeinsames Projekt zugesagt. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von EVOCellic, einer gebrauchsfertigen Wundheilungslösung für die Behandlung von Verbrennungen und chronischen Wunden, die eine zellbasierte Therapie anbietet, wenn der Patient sie benötigt, so dass es keine Wartezeiten gibt.

Diese Partnerschaft dient der Vertiefung der bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen den Parteien, die durch das Netzwerk von Wissenschaftlern, Ärzten und Forschungseinrichtungen der Medical Science City Graz (MSCG) gestärkt wird. Die am ZWT II angesiedelte EVOMEDIS GmbH wurde im Jahr 2020 als Spin-Out des Würzburger Unternehmens QRSKIN gegründet. Die strategische Absicht war es, ein “Spin-in”-Unternehmen am MSCG zu gründen, das eng mit lokalen Partnern zusammenarbeitet, um neue Innovationen für die Wundheilung zu entwickeln, die zu den ersten klinischen Proof-of-Concept-Studien führen.

EVOCellic ist ein auf Keratinozyten basierender, aus allogenen Zellen hergestellter Hautersatz. Es wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur als Arzneimittel für seltene Leiden (Orphan Drug Designation) (EU/3/22/2637) für die Behandlung von partiellen Verbrennungen der tiefen Dermis und der gesamten Haut verliehen. Wenn EVOCellic auf eine Wunde aufgetragen wird, ermöglicht es eine schnelle und effektive Heilung, indem es den natürlichen Regenerationsprozess der Haut durch die Freisetzung von Wachstumsfaktoren stimuliert.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit wird EVOCellic von einem Team unter der Leitung von Prof. Lars Kamolz (Direktor von COREMED und Inhaber des Lehrstuhls für Chirurgie) einer weiteren Optimierung des Produktionsprozesses und den erforderlichen präklinischen Tests unterzogen. Die nächste Stufe der GMP-Produktionsanpassung soll in der GMP-Anlage für neue Zelltherapeutika (ATMPs) der Abteilung für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin der MedUni unter der Leitung von Prof. Peter Schlenke durchgeführt werden.